Chronik

Wir möchten einen kleinen Ausschnitt der letzten 30 Jahre unseres Vereinslebens Revue passieren lassen.

Unser Verein die Motorradfreunde Schambach wurden im Jahre 1981 gegründet.

Am 22.02 fanden sich sieben wackere junge Menschen zusammen, um der motorsportbegeisternden Jugend Schambachs einen Verein zu geben. Sie gründeten die Motorradfreunde.

Die Gründungsmitglieder waren: Karin Ahorn, Rainer Hopf, Günther Pfefferlein, Dieter Rathsam, Klaus Riehl, Manfred Riehl und Stephan Wiesner.

Als Vereinsabzeichen wurde ein Dachskopf, das Bayerische und das Fränkische Wappen sowie der Schriftzug „Motorradfreunde Schambach“ gewählt. An der ersten Versammlung konnte Klaus Karg, Norbert Kropf und Karl Tschunko als weitere Mitglieder für den Verein gewonnen werden. Am 24.05.81 fand die erste Vorstandschaftswahl statt, die zu folgendem Ergebnis führte. Zum 1.Vorstand und Schriftführer wurde Manfred Riehl gewählt, 2.Vorstand Karin Ahorn, Beisitzer wurde Rainer Hopf und Günther Pfefferlein der auch das Amt des Kassier´s übernahm. Der monatliche Mitgliedsbeitrag belief sich damals über 3,--DM und musste halbjährlich entrichtet werden.

Acht Mitglieder trafen sich zur ersten Vereinsfahrt am 27.Juni die nach Scheffau ging. Da diese einen mega Spass machte, folgten weitere Fahrten und Ausflüge. Gleich im ersten Vereinsjahr übernahmen die Motorradfreunde die Gestaltung des Kirchweihmontags, der bis jetzt traditionell mit verschieden Spielen, dem Kirchweihbären und der Sauverlosung von uns umrahmt wird.

Unter anderem wirkten wir bei verschiedenen Veranstaltungen der Dorfvereine mit. Nicht nur in Schambach waren wir bekannt, denn bald bahnten sich die ersten Kontakte zu anderen Motorradvereinen, wie z.B. dem Enduroclub Weissenburg an, mit denen wir so manch lustigen, sportlichen Wettkampf, wie das eine oder andere Fußballspiel bestritten.

Zum 5 jährigem Bestehen wurde im Vereinslokal „Gasthaus zur Linde“, besser bekannt als Buchner, ein kaltes Buffet bestellt. Zu diesem Jubiläum begrüßte der damalig erste Vorstand Klaus Karg alle Anwesenden.

In den nächsten Jahren fanden zahlreiche Ausflüge wie z.B. Vatertagswanderungen, Bootsfahrten auf der Altmühl, Skiwochenenden, Motorradtreffen, Himmelfahrts- und Pfingstausflüge sowie verschieden Alpen- und Urlaubstouren in alle Herrenländer statt.

Um einige unserer Urlaubsdomizile zu nennen, hier ein kleiner Ausschnitt: Ob Marokko, Ägypten, Isle of Man, Nordcup, Frankreich, Skandinavien, Spanien, Türkei, Ungarn, Österreich, Korsika oder Sardinien nichts blieb vor uns verschont. Unser geliebtes bella Italia wird mindestens einmal im Jahr unsere zweite Heimat. Der Campingplatz La Rocca am Gardasee geht schon fast in unser Eigentum über, wo sich nicht jeder freut wenn „WUG“ wild und gefährlich einrollt.

Im 10. Vereinsjahr ist die Mitgliederzahl bereits auf 57 Personen gestiegen. In diesem Jahr konnten wir über drei Tage unser erstes großes Fest steigen lassen. Der damalige erste Vorstand Günter Strauss konnte die ersten Mitglieder für 10 Jahre Treue ehren. Wie wir aus unseren Vereinsbüchern entnehmen konnten, war dies ein „hervorragendes“ Fest.

Im Jahre 1993 wurde uns das alte Sportheim vom Sportverein zur Verfügung gestellt, daß wir bis 1996 unter der Leitung des damaligen Bauingenieurs Dieter Meyer umbauten und neu gestalteten. Von nun an hatte auch unser Verein ein Dach über dem Kopf. In unseren neu gewonnen Räumen wurde so manche tolle Party gefeiert. Auch das Zelt der Ortsvereine bekam ab jetzt einen separaten Lagerraum.

Die Vereinsheimeinweihung und das 15 jährige Bestehen, mit der Live-Band „Two hills“ war bereits im vollen Gange, als der letzte Pinselstrich beendet wurde. An diesem Wochenende konnten wir uns bei herrlichem Wetter über zahlreiche Gäste freuen. Sogar Opa Lutz machte sich auf den beschwerlichen Fußweg zu unserem Fest. Doch allzu beschwerlich wurde der Anstieg nicht, da unser Präsi Sträußl gerade mit dem Bike auf dem Weg nach oben war und Opa Lutz diese Mitfahrgelegenheit spontan mit seinen damals weit über 80 Jahren annahm. Und so war auch dies, wieder ein gelungenes Fest an dem wir sogar unsere letzten Kuchenstücke am Sonntagnachmittag an einen Bus mit älteren Herrschaften verkaufen konnten. Bernd Schussmann wurde von ihnen zufällig im Dorf nach einer Gaststätte gefragt und dieser wiederum übernahm kurzerhand die Reiseleitung und lotste sie zu unserm Fest. Wir alle hatten noch eine Menge Spaß zusammen und unser Kassier Bernd sah sein Amt für die kommenden Jahre gesichert.

Im 15.Vereinsjahr ist die Mitgliederzahl auf 76 Personen gewachsen. Um den Nachwuchs zu fördern organisierten wir im Jahr 1999 am Bonhof für unsere Großen und allerkleinsten ein Minimotorradfahren. Zu unserem Erstauen stellte sich der ein oder andere gar nicht so schlecht an. Auch Moser stellte seine Rarität, eine CB 50, zur Verfügung. Dies wahrscheinlich einmalig, da sie am Ende ziemlich verbogen war.

In den darauf folgenden Jahren war ein Teil der Jungend schon zu richtigen Mofarockern herangewachsen und somit beschlossen wir mit ihnen schon mal Bayernweite Erkundungsfahrten wie zum Ammersee, Starnberger See und an den Friedenheinsee zu starten. Sie gaben mit Ihren Gefährten von der Dachs bis zu den 80gern ihr bestes und es machte allen mächtig Spaß.

Während der letzten Jahre landeten viel unserer Mitglieder im Hafen der Ehe. Zu diesen Anlässen standen wir zahlreich vor so mancher Kirche Spalier, um unsere Glückwünsche mit lautstarkem Motorengeheul den frisch vermählten Eheleuten zu überbringen.

2001 konnten wir 102 Mitglieder verzeichnen. Im Jahre 2004 wurde beschlossen, das wir unserm Vereinsheim ein gemütlicheres Ambiente geben wollen. Und wie konnte es auch anders sein aus diesem Grund ließen wir eine Abrissparty steigen. Dazu luden wir einige unserer benachbarten Clubs und Freunde ein. Der ein oder andere fand es aus diesem Grund ganz gut, sich mit letzten Grüßen auf Decke und Wänden zu verewigen. Wie sich später allerdings herausstellte, beschränkte sich der erste geplante Umbauversuch jedoch nur auf ein überstreichen jener Höhlenmalereien mit besonders gut deckender weißer Farbe. Damit das Ganze doch noch ein gutes Ende fand, beschlossen wir aus der Vereinskasse 1000 Euro, die ursprünglich der Renovierung galten, an den Verein Kinderschicksale Mittelfranken zu spenden.

Nach langem hin und her starteten wir im Jahr 2005 erneut den Versuch unser Vereinsheim neu zu gestalten. Dieses ist durch tatkräftigen Einsatz einiger hartgesottener Mitglieder und Gönner in kürzester Zeit gelungen.

Ein weiters Highlight der letzten Jahre war unter anderem das Bobbycarrennen. Viele unserer Mitglieder und die Bevölkerung von Schambach konnten hier ihr fahrerisches Können unter beweis stellen. Und plötzlich wurden unsere Großen wieder ganz klein. Unser Bonjek wollte auch sein bestes geben, schaffte es aber nur bis zur zweiten Kurve und musste nach einem spektakulären Sturz von Fredl ins Treuchtlinger Krankenhaus gebracht werden. Trotz aufkommender Bedenken ließen es sich die Anderen nicht nehmen, das Rennen fortzusetzen. Rossi investierte sogar seine letzten Kröten um einen Platz am Treppchen zu ergattern. Selbst der aufkommende Regen konnte uns die Stimmung nicht verderben.

Alle Jahre wieder Anfang Mai geht es Donnerstagnachmittag los in die Tschechei, oder genauer gesagt in das Motodrom nach Brünn auf die Rennstrecke. Wochen vorher werden die meisten Motorräder zu richtigen windschnittigen Geschossen umgerüstet. Spiegel werden abgeschraubt, Rennverkleidungen montiert und Slick´s aufgezogen, für unsere Möchtegernprofis. Doch Toni Mang bringt sie ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Manch einer bringt zum Vorwand bei seinen Eltern, es sei ein Fahrsicherheits-training. Über dies kann geschmunzelt werden. Drei Tage lang geht es nur um Rundenzeiten, die besten Schräglagen und so manch einer kann leider auch über Kiesbetterfahrung berichten.

Im Dreiländereck, auch genannt Micheltal, steigt jedes Jahr eine Grillfeier, die Gott sei dank sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist. Ausnahmsweise bleiben an diesem Abend die motorisierten Zweiräder zu Hause.

Im Gegensatz zu unserer alljährlichen Alpentour. Meistens sind wir bei dieser über 30 Biker, bei denen das 4 Wochenende im August schon seit Jahren fest im Terminkalender verplant ist.

Bis zum heutigen Tage ist unsere Mitgliederzahl auf 108 angestiegen. Von Glück können wir reden, dass sich bisher keine schwereren Unfälle ereignet haben. Wir hoffen, dass es in der Zukunft weiterhin so bleibt.

Zum Schluss geht noch ein großes Dankeschön an alle, die uns, unser Vereinsleben ermöglichten und mit so manchem guten Rat oder Tat zur Seite standen. Die Motorradfreunde hoffen, dass diese Gemeinschaft weiterhin so bestehen bleibt und freuen sich auf die kommenden Jahre.