Chronik

 

Wir möchten einen kleinen Ausschnitt der letzten 38 Jahre unseres Vereinslebens Revue passieren lassen.

 

Unser Verein, die Motorradfreunde Schambach, wurde im Jahre 1981 gegründet. Am 22.02.81 fanden sich sieben wackere junge Menschen zusammen, um der motorsportbegeisterten Jugend Schambachs einen Verein zu geben. Sie gründeten die Motorradfreunde.

 

Die Gründungsmitglieder waren: Karin Ahorn, Rainer Hopf, Günther Pfefferlein, Dieter Rathsam, Klaus Riehl, Manfred Riehl und Stephan Wiesner. Als Vereinsabzeichen wurde ein Dachskopf, das bayerische und fränkische Wappen sowie der Schriftzug „Motorradfreunde Schambach“ gewählt. An der ersten Versammlung konnten Klaus Karg, Norbert Kropf und Karl Tschunko als weitere Mitglieder für den Verein gewonnen werden. Am 24.05.81 fand die erste Vorstandschaftswahl statt, die zu folgendem Ergebnis führte. Zum 1. Vorstand und Schriftführer wurde Manfred Riehl gewählt, 2. Vorstand Karin Ahorn, Beisitzer wurde Rainer Hopf und Günther Pfefferlein, der auch das Amt des Kassiers übernahm. Der monatliche Mitgliedsbeitrag belief sich damals über 3,00 DM und musste halbjährlich entrichtet werden.

 

Acht Mitglieder trafen sich am 27.06.81 zur ersten Vereinsausfahrt. Das Ziel war Scheffau. Da diese  sehr viel Spaß machte, folgten weitere Fahrten und Ausflüge. Gleich im ersten Vereinsjahr übernahmen die Motorradfreunde die Gestaltung des Kirchweihmontags, der bis jetzt traditionell mit verschiedenen Spielen, dem Kirchweihbären und der Sauverlosung von uns umrahmt wird.

 

Unter anderem wirkten wir bei verschiedenen Veranstaltungen der Dorfvereine mit. Nicht nur in Schambach waren wir bekannt, denn bald bahnten sich die ersten Kontakte zu anderen Motorradvereinen, wie z.B. dem Enduroclub Weissenburg, an. Mit ihnen bestritten wir so manch lustige und sportliche Wettkämpfe, unter anderem Fußballspiele.

 

Zum 5-jährigen Bestehen wurde im Vereinslokal „Gasthaus Zur Linde“, besser bekannt als „Buchner“, ein kaltes Buffet bestellt. Zu diesem Jubiläum begrüßte der damalige 1. Vorstand, Klaus Karg, alle Anwesenden. In den nächsten Jahren fanden zahlreiche Ausflüge wie z.B. Vatertagswanderungen, Bootsfahrten auf der Altmühl, Skiwochenenden, Motorradtreffen, Himmelfahrts- und Pfingstausflüge sowie verschiedene Alpen- und Urlaubstouren in alle Herrenländer statt.

 

Um einige unserer Urlaubsdomizile zu nennen, hier ein kleiner Ausschnitt: Ob Marokko, Ägypten, Isle of Man, Nordkap, Frankreich, Skandinavien, Spanien, Türkei, Ungarn, Österreich, Korsika oder Sardinien. Nichts blieb von uns verschont. Unser geliebtes bella Italia war damals mindestens einmal im Jahr unsere zweite Heimat. Der Campingplatz „La Rocca“ am Gardasee ging fast schon in unser Eigentum über, wo sich nicht jeder freut wenn „WUG“ wild und gefährlich einrollt.

 

Im 10. Vereinsjahr ist die Mitgliederzahl bereits auf 57 Personen gestiegen. In diesem Jahr, 1991, konnten wir über drei Tage unser erstes großes Fest steigen lassen. Der damalige 1. Vorstand, Günter Strauss, konnte die ersten Mitglieder für 10 Jahre Treue ehren. Wie wir aus unseren Vereinsbüchern entnehmen konnten, war dies ein „hervorragendes“ Fest.

 

Im Jahre 1993 wurde uns das alte Sportheim vom Sportverein zur Verfügung gestellt. Dieses wurde bis 1996 unter der Leitung des damaligen Bauingenieurs, Dieter Meyer,  umgebaut und neu gestaltet. Von nun an hatte auch unser Verein ein Dach über dem Kopf. In unseren neu gewonnenen Räumen wurde so manche tolle Party gefeiert. Auch das Zelt der Ortsvereine bekam ab jetzt einen separaten Lagerraum.

 

Die Vereinseinweihung und das 15-jährige Bestehen, mit der Live-Band „Two Hills“, war bereits in vollem Gange, als der letzte Pinselstrich beendet wurde. Ab diesem Wochenende konnten wir uns bei herrlichem Wetter über zahlreiche Gäste freuen. Sogar Opa Lutz machte sich auf den beschwerlichen Fußweg zu unserem Fest. Doch allzu beschwerlich wurde der Anstieg nicht, da unser Präsi Sträußl gerade mit dem Bike auf dem Weg nach oben war und Opa Lutz diese Mitfahrgelegenheit spontan, mit seinen damals weit über 80 Jahren, annahm. Und so war auch dies wieder ein gelungenes Fest, an dem wir sogar unsere letzten Kuchenstücke am Sonntagnachmittag an einen Bus mit älteren Herrschaften verkaufen konnten. Bernd Schußmann wurde von ihnen zufällig im Dorf nach einer Gaststätte gefragt und dieser wiederum übernahm kurzer Hand die Reiseleitung und lotste sie zu unserem Fest. Wir alle hatten noch eine Menge Spaß zusammen und unser Kassier, Bernd, sah sein Amt für die kommenden Jahre gesichert. Die Mitgliederanzahl ist auf mittlerweile 76 Personen gestiegen. Um den Nachwuchs zu fördern, organisierten wir im Jahr 1999 am Bonhof für unsere Großen und Allerkleinsten ein Minimotorradfahren. Zu unserem Erstaunen stellte sich der ein oder andere gar nicht mal so schlecht an. Hierfür stellte Moser seine Rarität, eine CB 50, zur Verfügung. Dies dann auch nur einmalig, weil sie am Ende ziemlich verbogen war.

 

In den darauf folgenden Jahren war ein Teil der Jugend schon zu richtigen Mofa-Rockern herangewachsen und somit beschlossen wir mit ihnen bayernweite Erkundungsfahrten zu unternehmen. Die Ziele waren z.B. Ammersee, Starnberger See und Friedenhein See. Sie gaben mit ihren fahrbaren Untersätzen, von der Dachs bis zu den 80ern, ihr Bestes und es machte allen mächtig Spaß.

 

Im Laufe der Jahre landeten viele unserer Mitglieder im Hafen der Ehe. Zu diesen Anlässen standen wir zahlreich vor so mancher Kirche Spalier, um unsere Glückwünsche mit lautstarkem Motorengeheul den frisch vermählten Eheleuten zu überbringen.

 

2001 konnten wir 102 Mitglieder verzeichnen. Im Jahre 2004 wurde beschlossen, dass wir unserem Vereinsheim ein gemütlicheres Ambiente geben wollen. Und wie konnte es auch anders sein, aus diesem Grund ließen wir eine Abrissparty steigen. Dazu luden wir einige unserer benachbarten Clubs und Freunde ein. Der ein oder andere fand es aus diesem Grund ganz gut, sich mit letzten Grüßen auf Decke und Wände zu verewigen. Wie sich später allerdings herausstellte, beschränkte sich der erste geplante Umbauversuch jedoch nur auf ein überstreichen jener Höhlenmalereien mit besonders gut deckender weißer Farbe. Damit das Ganze doch noch ein gutes Ende fand, beschlossen wir aus der Vereinskasse 1.000 Euro, die ursprünglich der Renovierung galten, an den Verein „Kinderschicksale Mittelfranken“ zu spenden.

 

Nach langem hin und her starteten wir im Jahr 2005 erneut den Versuch unser Vereinsheim neu zu gestalten. Dieses ist durch tatkräftigen Einsatz einiger hartgesottener Mitglieder und Gönner in kürzester Zeit gelungen. Ein weiteres Highlight war das Bobbycar Rennen. Viele unserer Mitglieder und die Bevölkerung von Schambach konnten hier ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen. Und plötzlich wurden unsere Großen wieder ganz klein. Unser Bornek wollte auch sein Bestes geben, schaffte es aber nur bis zur zweiten Kurve und musste nach einem spektakulären Sturz von Fredl ins Treuchtlinger Krankenhaus gebracht werden. Trotz aufkommender Bedenken ließen es sich die anderen nicht nehmen das Rennen fortzusetzen. Rossi investierte sogar seine letzten Kröten um einen Platz am Treppchen zu ergattern. Selbst der aufkommende Regen konnte uns die Stimmung nicht verderben.

 

Alle Jahre ging es regelmäßig Anfang Mai, Donnerstagnachmittag, los in die Tschechei, oder genauer gesagt in das Motodrom nach Brünn auf die Rennstrecke. Wochen vorher werden die meisten Motorräder zu richtigen windschnittigen Geschossen umgerüstet. Spiegel wurden abgeschraubt, Rennverkleidungen montiert und Slicks aufgezogen, für unsere Möchtegernprofis. Doch Toni Mang bringt sie ganz schnell auf den Boden der Realität zurück. Manch einer flunkert den Eltern vor, es wäre ein Fahrsicherheitstraining. Über dies kann geschmunzelt werden. Drei Tage lang geht es nur um Rundenzeiten, die besten Schräglagen und so manch einer kann leider auch über Kiesbetterfahrung berichten.

 

Im Dreiländereck, auch genannt Micheltal, wurden jährlich Grillfeiern organisiert, die Gott sei Dank sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen waren. Ausnahmsweise blieben an diesen Abenden die motorisierten Zweiräder zu Hause.

 

Unsere alljährliche Alpentour ist bis heute fest verankert und findet immer am 4. Augustwochenende statt. Früher waren es bis zu 30 Motorräder. Heute, mittlerweile schreiben wir das Jahr 2019, sind wir nach wie vor sehr zahlreich bei diesem Ereignis. Die Ziele werden immer neu gesteckt, ob Pässe in Österreich, Schweiz oder Italien, oder auch mal Richtung Mosel. Wir finden immer schöne kurvige Ziele.

 

Bis zum heutigen Tag ist die Mitgliederzahl auf 137 angestiegen. Von Glück können wir reden, dass sich bisher keine schwereren Unfälle ereignet haben. Wir hoffen dass es in der Zukunft weiterhin so bleibt.

 

Zum Schluss geht noch ein großes Dankeschön an alle, die uns unser Vereinsleben ermöglichen  und mit gutem Rat und Tat zur Seite standen und noch stehen. Die Motorradfreunde hoffen, dass diese Gemeinschaft weiterhin so bestehen bleibt und freuen sich auf die kommenden Jahre.

 

Gerne können sich motorradbegeisterte Personen uns anschließen! Einfach melden!